Satzung

Vereinssatzung

§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr
1. Der Verein führt den Namen: „ Assistenzhunde Verbund Deutschland e.V. „

2. Er ist in das Vereinsregister Traunstein eingetragen.
Die Registernummer lautet: VR 202246

3. Sitz des Vereins ist 83064 Raubling.

4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck des Vereins
1. Zweck des Vereins ist die Förderung mildtätiger Zwecke. Der Verein fördert die Versorgung und die Schulung von behinderten und kranken Menschen mit einem Assistenzhund oder die einen Assistenzhund benötigen.

§3 Erreichung des Vereinszwecks
1. Anschaffung, Suche und Zucht von Hunden die für die Ausbildung zum Assistenzhund geeignet sind. Diese werden je nach den Bedürfnissen der betroffenen Personen wahlweise in Selbstausbildung, Teilausbildung oder Fremdausbildung mit Hilfe von kooperierenden Assistenzhundetrainern ausgebildet und abgegeben. Nach erfolgreicher Ausbildung gehen die Hunde in den Besitz des betroffenen Menschen über, für den der Hund ausgebildet wurde.

2. Es werden Infoveranstaltungen, Vorträge und Seminare stattfinden.

3. Ebenso die Kooperation mit steuerbefreiten Körperschaften die auch für die Betreuung von behinderten und kranken Menschen sowie für die Förderung derer tätig sind.

4. Begleitung und Hilfestellung von den Hund Mensch Teams während der Selbstausbildung um eine optimale Ausbildung zu gewährleisten.

5. Hundepflegeplätze organisieren und finanzieren zur Aufzucht und Ausbildung der Hunde bis sie an betroffene Menschen abgegeben werden können.

6. Ersatzfamilie suchen und finanziell unterstützen zum Wohl des Tieres, für einen Assistenzhund Azubis der die Ausbildung abbrechen musste.

7. Seminare und Schulungen zur Weiterbildung der Hund-Mensch-Teams sowie der kooperierenden Assistenzhundetrainer werden regelmäßig stattfinden.

8. Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit zum Thema Assistenzhund.

9. Material wie Kenndecken, Ausweise, Trainingszubehör für Hund Mensch Teams zur Verfügung stellen.

§4 Gemeinnützigkeit
1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus den Mitteln des Vereins.

4. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

6. Der Vorstand ist grundsätzlich ehrenamtlich tätig. Er erhält aber eine jährliche pauschale Aufwandsentschädigung. Die Höhe der Aufwandsentschädigung muss vom gesamten Vorstand einstimmig beschlossen werden. Sie muss angemessen sein.

§5 Mitgliedschaft
1. Mitglied kann jede natürliche, private und juristische Person des privaten und öffentlichen Rechts sowie Korporative werden, unabhängig vom Wohnsitz. Korporative Mitglieder können Einrichtungen und Vereine sein, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie der Verein verfolgen.

a. Ordentliche Mitglieder sind diejenigen, die sich aktiv an der Vereinsarbeit beteiligen.
b. Außerordentliche Mitglieder sind Förderer des Vereins, die die Vereinstätigkeit durch die Zahlung ihres Mitgliedsbeitrages unterstützen.
c. Ehrenmitglieder sind Personen, die sich innerhalb der Vereinstätigkeit besondere Verdienste erworben haben.

2. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist an den Vorstand zu richten. Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme. Eine Aufnahmepflicht besteht nicht. Eine Begründung der Ablehnung muss nicht abgegeben werden.

3. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in grober Weise gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat oder wenn es mit mindestens einem Jahresbeitrag mit mehr als 2 Monaten in Verzug ist. Über einen Ausschluss entscheidet der Vorstand. Das vom Verein ausgeschlossene Mitglied erhält die Gelegenheit zur Stellungsnahme zum Ausschluss. Die Stellungnahme muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Ausschlusses schriftlich beim Vorstand eingehen. Über das weitere Vorgehen entscheidet die nächste ordentliche Mitgliederversammlung.

4. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, bei juristischen Personen durch deren Erlöschen, Austritt oder Ausschluss.

5. Der Austritt aus dem Verein ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklären. Er ist nur mit einer Frist von zwei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres zulässig.

§6 Mitgliedsbeiträge
1. Von den Mitgliedern wird ein Geldbetrag als regelmäßiger Jahresbeitrag erhoben. Über dessen Höhe und Fälligkeit entscheidet der Vorstand. Die Konditionen werden in der Beitragsordnung festgehalten.

2. Ehrenmitglieder haben keine Beiträge zu leisten.

§7 Mitgliederversammlungen
1. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr statt. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für folgende Angelegenheiten:

a. Entgegennahme des Jahresberichtes
b. Ernennung von Ehrenmitgliedern
c. Beschwerden gegen die Ablehnung eines Aufnahmeantrages und/oder gegen einen Ausschließungsbeschluss des Vorstands. Endgültige Entscheidung bleibt dem Vorstand vorbehalten.
d. Wahl der Kassenprüfer
e. Wahl des Vorstandes

2. Die Mitgliederversammlung wird vorzugsweise öffentlich per Aufruf auf der Website einberufen. Sie kann aber auch auf dem Postweg oder per Email an die Mitglieder gesendet werden. Die Entscheidung über die Art der Zustellung bleibt beim Vorstand. Die Einladungsfrist von 2 Wochen ist einzuhalten.
Mit der Einladung werden die Tagesordnungspunkte bekannt gegeben.

3. Jedes Mitglied kann beantragen, dass weitere Angelegenheiten nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden. Geht ein solcher Antrag rechtzeitig, das heißt, spätestens bis 1 Woche vor dem Tag der Mitgliederversammlung schriftlich beim/bei der 1. Vorstandsvorsitzenden ein, ist die Tagesordnung zu Beginn der Mitgliederversammlung entsprechend zu ergänzen. Verspätete Anträge können nicht mehr angenommen werden.

4. Wenn es das Interesse erfordert oder mindestens 40 % der Mitglieder schriftlich unter Angabe der Gründe und des Zwecks dieses beantragt, erfolgt eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Unter gleicher Form und mit gleicher Frist.

5. Versammlungsleiter ist der/die 1. Vorsitzende oder auf dessen Weisung sein/ihre Stellvertreter/in.

6. Die Abstimmung erfolgt offen per Handzeichen oder per Stimmzettel. Die Entscheidung über die Art der Abstimmung bleibt beim Vorstand.

7. Die Mitgliederversammlung ist zu unter §7 genannten Angelegenheiten beschlussfähig, unabhängig davon wie viele Mitglieder zur Versammlung erschienen und anwesend sind.

8. Stimmberechtigt sind nur ordentliche Mitglieder, Ehrenmitglieder und korporative Mitglieder. Fördermitglieder haben kein Stimmrecht.

a. Fördermitglied ist ein Mitglied das den Verein durch seine jährliche Beitragszahlung unterstützt.
b. Ordentliches Mitglied ist ein Mitglied das sich aktiv am Vereinsgeschehen beteiligt.
c. Korporatives Mitglied ist ein Mitglied das sich am fachlichen Diskurs sowie deren Weiterbildung aktiv einbringt.
d. Ehrenmitglied ist ein Mitglied das sich bei der Mitwirkung im Verein verdient gemacht hat.

9. Die Kassenprüfer bestehen aus 2 Personen. Diese dürfen keine Vorstandsmitglieder sein. Sie sind wählbar aus ordentlichen, korporativen und Ehrenmitgliedern. Die Amtszeit beträgt 1 Jahr ab Beginn der Wahl und der darauffolgenden Amtsannahme. Sie werden also jährlich neu gewählt.

10. Über die Mitgliedsversammlungen ist ein Protokoll zu führen, das Ort, Beginn und Endzeit der Versammlung, sowie die gefassten Beschlüsse und Wahlergebnisse schriftlich aufführt. Das Protokoll ist vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterschreiben.

§8 Organe des Vereins
1. Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

§9 Vereinsvorstand
1. Der gesamte Vorstand besteht aus mindestens 3 höchstens 5 Personen.

2. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem/der 1. Vorsitzenden, dem/der 2. ( stellvertretenden ) Vorsitzenden und dem/der Kassenwart/in. Vom geschäftsführenden Vorstand sind jeweils zwei gemeinsam vertretungsberechtigt.

a. Der/die Stellvertreter/in kann verschiedene Aufgaben vom/von dem/der 1. Vorsitzenden übernehmen, sofern der/die 1. Vorsitzende ihm/ihr den schriftlichen Auftrag dazu gibt.
b. Der Vorstand wird von den ordentlichen Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung alle 5 Jahre neu gewählt. Eine Wiederwahl ist zulässig.
c. Der/die 1. Vorsitzende und der/die Stellvertreter/in bleiben auch nach dem Ablauf ihrer Amtszeit bis zur erfolgreichen Neuwahl des Vorstandes im Amt. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsdauer aus, oder möchte dieses Mitglied das Amt vorzeitig niederlegen, kann der übrige Vorstand für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen einen Amtsersatz in den Vorstand einwählen.
d. Für den Fall dass ein Vorstandsmitglied aus dem Verein ausscheidet; durch Austritt oder Tod, ist der übriggebliebene Vorstand berechtigt ein neues Vorstandsmitglied in den Vorstand einzuwählen. Entscheidend und wahlberechtigt ist hierüber in diesem Fall der Vorstand. Nach Ablauf der regulären Amtszeit von 5 Jahren wird wieder der gesamte Vorstand von der Mitgliederversammlung neu gewählt.
e. Für die Aufstellung der Wahlkandidaten ist der Vorstand zuständig.
f. Über die interne Aufgabenverteilung entscheidet der Vorstand in seiner Geschäftsordnung, die der Mitgliederversammlung bekannt gegeben wird.

3. Wahl des Vorstandes:
a. im 1. Wahlgang wird der/die 1. Vorsitzende gewählt.
b. Im 2. Wahlgang wird der/die Stellvertreter/in gewählt.
c. Im 3. Wahlgang wird der/die Kassenwart/in gewählt.

4. Jedes Mitglied des Vorstands kann zusätzlich noch andere Funktionen und Aufgaben ausüben.

§10 Zuständigkeit des Vorstandes
1. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch gegenwärtige Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben und Befugnisse:

a. Vorbereitung der Mitgliederversammlung und Aufstellung der Tagesordnung,
b. Einberufung der Mitgliederversammlung,
c. Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
d. Verwaltung des Vereinsvermögens und Buchführung,
e. Erstellung der Jahreshaushaltspläne und Jahresberichte,
f. Beschlussfassung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern.
g. Pressedienst und Werbung
h. Bestimmung und Organisation von Veranstaltungen, Infos, Seminaren und Schulungen
i. Beschaffung von Geldmitteln, Förderungen, Stiftungen und Spenden
j. Anschaffung und Verkauf von Sachwerten die zur Erhaltung und dem Fortführen des Vereins wichtig sind. Bei Anschaffungen und Verkäufen die den Betrag von 1000 € übersteigen, muss eine Vorstandssitzung zur Beschlussfassung einberufen werden.
k. Anschaffung und Verkauf von Hunden. (Vereinshunde)
l. Entscheidung über Annahme oder Ablehnung von Fördergeld Anträgen. Für jeden Fördergeld Antrag der den Betrag von 1000 € übersteigt, muss eine Vorstandssitzung zur Beschlussfassung einberufen werden.
m. Pflege der Vereinswebsite.
n. Jährliche Anpassung der Beitragsordnung. Dafür muss eine Vorstandssitzung zur Beschlussfassung einberufen werden.

Einzelne Aufgaben können vom Vorstand auch auf Vereinsmitgliedern übertragen werden.

§11 Beschlussfassung des Vorstandes

1. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse persönlich oder per Video Konferenz in Vorstandssitzungen.

a. Ein Vorstandsbeschluss kann auch außerhalb einer Sitzung, schriftlich per Email oder Brief gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu der Beschlussfassung erklären.

2. Vorstandssitzungen sind vom/ von der 1. Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von dem/der Stellvertreter/in in Textform per Brief oder Email unter Einhaltung einer Einberufungsfrist von 4 Wochen einzuberufen. Wenn eine Vorstandssitzung dringlich ist, so ist eine kurzfristigere Einberufungsfrist von 1 Woche zulässig, sofern alle Vorstandsmitglieder dieser kurzen Frist einstimmig zustimmen. Der Mitteilung einer Tagesordnung bedarf es nicht. Sitzungsleiter ist der/die 1. Vorsitzende, bei dessen/deren Verhinderung der/die Stellvertreter/in.

3. Der Vorstand ist beschlussfähig wenn der/die 1. Vorsitzende in der Vorstandssitzung mit anwesend sind. Der/die Stellvertreter/in kann die/den 1. Vorsitzende/n vertreten, sofern der/die 1. Vorsitzende ihm/ihr den schriftlichen Auftrag dazu gibt. Ausnahme wenn wie im §11 Absatz 4 dessen Fall eintritt.

4. Für den Fall einer Verhinderung des/der 1. Vorsitzenden wenn diese/r durch Krankheit oder Unfall für mehr als 4 Wochen sein Amt nicht ausführen kann, wird der/die Stellvertreter/in als 1. Vorsitzende/r eingesetzt; solange bis der/die amtierende 1. Vorsitzende sein/ihr Amt wieder aufnehmen möchte. Sollte der/die Stellvertreter/in verhindert sein, durch Krankheit oder Unfall für mehr als 4 Wochen und sein Amt nicht ausführen können, so wird vom übrigen gesamten Vorstand ein Mitglied aus dem erweiternden Vorstand als vorübergehende/r Stellvertreter/in eingesetzt; solange bis der/die amtierende Stellvertreter/in sein/ihr Amt wieder aufnehmen möchte Dies soll sicherstellen, dass der Verein immer einen funktionierenden geschäftsführenden Vorstand hat.

5. Über die Vorstandssitzungen ist ein Protokoll zu führen, das Ort und Zeit der Sitzung, Namen der Teilnehmer, gefasste Beschlüsse und Abstimmungsergebnis enthalten soll. Das Protokoll dient Beweiszwecken.

§12 Kassenführung
1. Der Kassenwart hat über Kassengeschäfte ordentlich und nachvollziehbar Buch zu führen und eine Jahresrechnung zu erstellen.

2. Die Kopien sämtlicher Kassengeschäfte müssen jeweils unverzüglich zusätzlich an den/die 1. Vorsitzende/n übergeben werden. So ist sichergestellt, dass auch der/die 1. Vorsitzende einen Überblick über die laufenden Kassengeschäfte hat.

3. Die Jahresrechnung wird von 2 Kassenprüfern geprüft, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Sie dürfen nicht dem Vorstand angehören.

4. Die geprüfte Jahresrechnung ist der Mitgliederversammlung zur Einsicht vorzulegen.

§13 Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des e. V. kann nur durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden (§ 32 Abs. 1 BGB). Für den Beschluss ist eine Einstimmigkeit erforderlich.

2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts zwecks Verwendung für die Förderung der Unterstützung von Personen, die im Sinne von § 53 AO wegen körperlicher oder seelischer Behinderung bedürftig sind.

3. Liquidatoren sind der/die 1. Vorsitzende und der/die Stellvertreter/in gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren sofern die Vorstandssitzung keine anderen Personen beruft.