Fragen und Antworten

Wann bekomme ich einen Assistenzhund?

- wenn du einen Schwerbehindertenausweis mit Grad der Behinderung, ein Attest mit Diagnose vom Facharzt hast oder eine Bescheinigung eines Sozialleistungsträgers.

Wer bezahlt die Ausbildung eines Assistenzhundes?

- die Ausbildung wird, mit ausnahme eines Blindenführhund, leider nicht von den Krankenkassen übernommen. Die kosten müssen selbst getragen werden oder über Spenden generiert werden.

Warum ist die Ausbildung so teuer?

- Die Ausbildung eines Assistenzhundes dauert ca. 2 Jahre. Neben dem Training kommen noch weitere Kostenpunkte dazu wie z.B. Theorieschulungen für den halter, Gesundheitsuntersuchungen, Prüfungsgebür, Hundetest, Erste-Hilfe-Kurs und Ausstattung.

Wer bildet den Hund aus?

- es gibt zwei möglichkeiten, Selbst- und Fremdausbildung.

Wohin darf mich ein Assistenzhund begleiten?

- einfach gesagt darf der fertig ausgebildetet Assistenzhund seinen Menschen überall dort hin begleiten wo Straßenschuhe erlaubt sind.

Wie lange darf ein Assistenzhund arbeiten?

- gesetzlich darf der Assistenzhund seine arbeit ausführen bis er 10 jahre alt ist. Danach kann die Anerkennung noch zwei mal um jeweils ein jahr verlängert werden bis er 12 jahre alt ist.

Brauch der Hund auch mal eine Pause von seiner arbeit?

- Ja, ein Assistenzhund sollte unbegingt auch genügend Pausen machen können und einfach Hund sein. Dazu sollte wenn möglich sich eine andere person um den Hund kümmern.

Darf der Vermieter einen Assistenzhund verbieten?

- Nein, ein fertig ausgebildeter Assistenzhund gilt als Hilfsmittel und darf nicht vom Vermieter verboten werden.

Welche Rasse eignet sich am besten?

- Die Rasse des Hundes spielt keine große Rolle. Der Hund muss Charakterlich geeignet sein. Man muss aber die entsprechenden Rasseeigenschaften beachten. z.B. bei Hüte- oder Herdenschutzhunden oder Jagdhunden können unerwünschte Rasseeigenschaften auftreten. Qualzuchten (z.B. Mops) sind von der Ausbildung ausgeschlossen. Von Listenhunden raten wir ab.

Kann jeder hund ein Assistenzhund werden?

- Nein, nicht jeder Hund hat das zeug zum Assistenzhund. Der Hund muss vor beginn seiner Ausbildung getestet werden.

Kann man bei einem Welpen schon sagen, ob er das zeug zum Assistenzhund hat?

- Ja, jeder Welpe hat einen anderen Charakter. Gerade wenn ein ganzer Wuf auf die Eignung getestet wird kann man ganz klar Charakterliche unterschiede feststellen.

Wie testet man die Eignung bei einem Welpen?

- Der Welpe kennt den Tester nicht und wird zu ihm in einen für den Welpen fremden Raum gesetzt. Zunächst wird er vom Tester beobachtet. Kommt der Welpe zum Menschen und ist neugierig geht es weiter, schaut er sich lieber die Umgebung an und hat kein Interesse am Menschen oder zeigt sogar ängstliches, unsicheres verhalten besteht keine Eignung. Dieser Test zeigt die Charakter Eigenschaften des Welpen.

Wann beginnt die Ausbildung?

- Die Ausbildung beginnt frühestens ab dem 15. Lebensmonat. Ausnahme ist der Anzeige- und Warnhunde. Da beginnt die Ausbildung mit der Grunderziehung ab Einzug bei seinem Menschen.

Wie viele Stunden Training sind nötig?

- Es müssen ab beginn der Ausbildung mindestens 60 Zeitstunden bei einem Trainer absolviert werden. in Welchem zeitraum spielt dabei keine Rolle.

Muss der Hund gesundheitlich untersucht werden?

- Ja, frühestens mit 12 Monaten muss der Hund zu einer Gesundheitsprüfung. Dabei weren HD, ED, Augen, Blut, Urin und Kot Untersucht. der Hund muss für die Ausbildung Gesund sein.

Was passiert wenn der Hund bereits als Welpe eingezogen ist und dann die Gesundheitsprüfung nicht besteht?

- diese Entscheidung ob man den Hund dann abgibt oder behält liegt beim Besitzer. Die Ausbildung kann nicht beginnen oder weiter gemacht werden.

Was wenn der Hund sich verletzt oder krank wird?

- so lange die Verletzung oder Krankheit wieder vollständig heilen kann, darf der Hund soweit er keine Einschränkungen mehr hat, seine Arbeit fortführen. Während der genesungsphase sollte der Hund nicht arbeiten.

Wer entscheidet, ob der Hund gesundheitlich in der Lage ist zu Arbeiten?

- Diese Entscheidung trifft immer der Tierarzt. Jeder Assistenzhund muss einmal im Jahr bei einem Tierarzt zur Routinekontrolle vorgestellt werden.

 

Assistenzhunde Verbund
Deutschland e.V.
Bühler Str. 2, D-76571 Gaggenau

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